Sein blaues Wunder erleben – oder doch eher hören?

Wer sein blaues Wunder erlebt, darf sich sicher auf eine Überraschung gefasst machen. Aber woher stammt die Redensart eigentlich? Warum ist das Blaue unangenehm oder trügerisch? Hat dies wirklich etwas mit dem Handwerk der Tuchmacher zu tun, wie schon oft angenommen wurde? Oder hat das Blau vielleicht noch eine andere, uns heute verborgene Bedeutung?

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Manchmal

Was würde geschehen, wenn ich all diese Hiobsbotschaften, die im Minutentakt über den Bildschirm flattern, tatsächlich an mich heranließe? Manchmal frage ich mich das. Wenn ich wirklich begreifen könnte, dass das Mittelmeer voller Leichen ist. Wenn ich all diesen Gequälten, Gefolterten, Zerschundenen Zutritt zu meinem Herzen verschaffen würde. Wenn ich mir klarmachte, dass unsere Erde, und ich spreche nicht von einem Planeten, sondern von dem, was ich anfassen, was ich berühren kann, dass unser Wasser, unsere Luft, unser Obst und Gemüse vergiftet ist? Dass alles, was einmal im Überfluss vorhanden und Gemeingut war, nun Privatbesitz oder Firmenbesitz ist? Dass Wohnen, Nahrung, Kleidung für viele unbezahlbar sind. Dass eine Rotte von Finanzbrokern, die nichts interessiert als Gewinnmaximierung, auf Computertasten drückt, um noch mehr Menschen ins Unglück zu stürzen?

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Produktbeschreibungen für Onlineshops: nichts einfacher als das?

Texten für Einsteiger. Teil I

Wer einen kleinen Onlineshop führt, kann sich groß angelegtes Marketing nicht leisten. Und greift notgedrungen selbst zur Tastatur, um seine Produkte zu beschreiben. In Unternehmen von mittlerer Größe wird diese Aufgabe auch gern an Angestellte delegiert. Denn schließlich: Nichts ist doch einfacher, als eine Produktbeschreibung zu formulieren, oder? Dinge beschreiben, das lernt man ja schon in der Grundschule. Wie sieht das Dings aus? Aus welchem Material ist es gefertigt? Was kann man damit machen? Aber mal ehrlich: Nichts ist langweiliger als eine Produktbeschreibung, die nur Produktdetails aufzählt. Und nichts ist überflüssiger, als eine Produktbeschreibung, der überhaupt keine wissenswerten Informationen zu entnehmen sind.

Produktdetails sind wichtig. Aber nur Begeisterung verkauft.

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Das falsche Signal. Gedankensplitter zu einer abgedroschenen Phrase

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Nachrichtensendung, Talkshow, Dokumentation: Wo immer öffentlich und publikumswirksam debattiert wird, da ertönt es: das falsche Signal. Nicht als Störsignal in der Übertragung der Sendung. Sondern im Sendungsbewusstsein. Die Steuerpläne der Bundesregierung, Rabattschlachten im Marketing, Gerichtsurteile, Betreuungsgeld, Studiengebühren oder diplomatische Zurückhaltung – alles falsche Signale. Ganz besonders beliebt im Moment: die Rentenreform. Das falscheste aller Signale.

Beispiele seht ihr hier:  Das falsche Signal.

Nicht die Botschaft ist falsch, sondern das Signal

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Meine Stadt: botanika in Bremen

 

Ostern in der botanika – das gehört in Bremen und “umzu” für Familien mit Kindern fast schon zum Pflichtprogramm. Azaleen und Rhododendren blühen bereits, in einem abgegrenzten Bereich sind Kaninchen, Osterlämmer und frisch geschlüpfte Küken zu sehen. Im Eingangsbereich entscheiden sich die Besucher, ob sie gleich zur Sonderausstellung durchgehen oder ob sie die längere Entdeckertour wählen.

Die Entdeckertour führt zunächst durch eine Welt heimischer und asiatischer Pflanzen Weiterlesen

Schnaps, Kohlrabiblätter und das absurde Rechtsempfinden im Supermarkt

Eben im Supermarkt: Ich stehe an der Kasse, vor mir eine 18-Jährige und ihr 17-jähriger Freund. Woher ich das weiß? Die beiden kaufen zwei Flaschen Korn. Die junge Frau erzählt der Kassiererin freimütig, dass sie die Flaschen für ihren Freund kaufe, weil der ja erst siebzehn sei. Die Kassiererin erklärt ihr, dass sie das eigentlich gar nicht wissen dürfe. Ein anderer Kunde gibt zu bedenken: „Aber wir haben das jetzt alle gehört.“ Das macht aber nichts, schließlich kennt die Kassiererin die Eltern der beiden. Und die sind doch gewiss dabei. Ich schaue mich um, weit und breit keine Eltern zu sehen. Oder meint sie: beim Flaschenleeren? Dann erklärt sie der jungen Dame noch einmal, dass sie ihr bitte beim nächsten Mal nicht sagen solle, dass sie die Flaschen für ihren minderjährigen Freund kaufe, da sie ihr sonst keinen Alkohol verkaufen dürfe. Hat sie verstanden. Abkassiert und gut.

Nun bin ich an der Reihe. Weiterlesen

Blogparade „Meine Stadt von A bis Z“

„Meine Stadt von A bis Z“ – so hat Birgit Ebbert die von ihr initiierte Blogparade betitelt. Meine Stadt? Klar: Bremen! Aber ein Bremen-ABC? Puh, schwierig. Irgendwie scheint in Bremen alles, was wichtig und sehenswert ist, mit denselben Buchstaben anzufangen: Werdersee, Weser, Werder Bremen, Weihnachtsmarkt … auch das S ist mit Schlachte(-zauber), Shakespeare-Company, Schlachthof (Kulturzentrum) und Schnoor schon vierfach belegt und lange nicht ausgeschöpft. Überseemuseum oder Überseestadt? Innenstadt oder Irish Pub? Was ist mit Bremerhaven und Bremen-Nord – wo ich mich so gar nicht auskenne? Legen wir es einfach als offene Liste an – und wer mag, der ergänzt ganz Wichtiges in den Kommentaren. Also bitte, mein Bremen-ABC: Weiterlesen

Kaufen Sie Halterungen ohne hässliche Saugnäpfe!

Eigentlich wollte ich mich ja nur über Smartphone-Halterungen fürs Auto informieren. Gefunden habe ich dann aber ein beeindruckendes  Beispiel dafür, was den Unterschied zwischen der sorgfältigen Planung und Konzeptionierung einer Website und deren Befüllung mit Billigtexten ausmacht. Zumindest was mich anbelangt, ist die Absicht, Neukunden über die Website zu gewinnen, nicht aufgegangen. Warum das so ist, lässt sich an vier typischen Fehlern, die sich in zahlreichen Produktbeschreibungen wiederfinden, rasch zeigen.

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