Über Ordnungssysteme und das Chaos in der alleralleruntersten Schublade

Je älter ich werde, desto mehr Ordnungssysteme benötige ich. Wenn ich einen Raum betrete, in dem alles ungeordnet in der Gegend herumsteht, fühle ich mich unwohl. Vor allem, wenn es einer meiner Räume ist – zu Gast bei anderen kann mich ein solches Chaos durchaus begeistern. Es gibt dann so viel zu gucken und man findet immer etwas, über das man sprechen kann. Über nützliche Gebrauchsgegenstände, hübsche Dekoartikel, über Erinnerungen.

 

Mit dem Alter wächst der Wunsch nach einer eigenen Ordnung

Zu Hause aber wünsche ich Ordnung, alles soll seinen Platz haben, den natürlich ich bestimme. Ich ertrage es nicht, wenn mein Blick ständig von irgendwelchen herumliegenden Dingen abgelenkt wird. Deshalb kommt in jedem Jahr ein Schrank, ein Regal, eine Kommode oder auch nur eine Kunststoffkiste hinzu, die man unter dem Bett verstecken kann. Sogar in den Schränken und Schubladen muss mittlerweile Ordnung herrschen. Manchmal ertappe ich mich deshalb tatsächlich dabei, dass ich vor einer Schublade sitze und ihren Inhalt neu sortiere.

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Fortschritt oder mobiler Griff ins Klo? M-WC in Barcelona 2016

Die Menge tobt, es lebe der Fortschritt. Irgendjemand setzt sich eine dieser Brillen auf, mit denen man sich nicht nur zum Idioten macht, sondern auch noch wie einer aussieht. Und was geschieht? O Wunder, es ist eine Erwähnung in der Tagesschau wert: „Wenn ich mit dem Kopf nach oben gehe, sehe ich wirklich, was über mir ist. Oder nach unten, nach links, nach rechts, hinter mir!”

Das ist mir im echten (ach nee, das darf man ja so nicht abgrenzen), also im unvermittelt erlebten Raum ja noch nie passiert! Aber noch besser ist natürlich: „Jede Kopfbewegung wird wahrgenommen.“

Klar, und nicht nur die. Und nicht nur von dir.

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Unerwünschte Adware entfernen

Browser Security ist eines dieser ungeliebten Programme, die sich beim Installieren von Freeware aus dem Netz gern mal mit entpacken. Ein einfaches Deinstallieren reicht nicht aus, um die Adware wieder loszuwerden. Wie man sie von einem Windows-Rechner löschen kann, ohne ein weiteres Programm herunterladen zu müssen, habe ich gestern gelernt und ich gebe diese Info hier gern weiter.

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Musikalische Früherziehung und all das andere Zeugs: Überforderung oder Förderung?

Eltern haben es schwer. Auf der einen Seite sollen sie für eine rechtzeitige Förderung ihrer Kinder sorgen. Sollen Talente entdecken, Anlagen nicht verkümmern lassen. Auf der anderen Seite werden sie häufig verdächtigt, ihre Kinder durch ehrgeizige Förderambitionen zu überfordern. Dass aber frühe Förderung nicht mit Überforderung einhergehen muss, ist eigentlich eine Binsenweisheit. Der folgende Beitrag zeigt, worauf Eltern achten sollten.

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Das falsche Signal. Gedankensplitter zu einer abgedroschenen Phrase

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Nachrichtensendung, Talkshow, Dokumentation: Wo immer öffentlich und publikumswirksam debattiert wird, da ertönt es: das falsche Signal. Nicht als Störsignal in der Übertragung der Sendung. Sondern im Sendungsbewusstsein. Die Steuerpläne der Bundesregierung, Rabattschlachten im Marketing, Gerichtsurteile, Betreuungsgeld, Studiengebühren oder diplomatische Zurückhaltung – alles falsche Signale. Ganz besonders beliebt im Moment: die Rentenreform. Das falscheste aller Signale.

Beispiele seht ihr hier:  Das falsche Signal.

Nicht die Botschaft ist falsch, sondern das Signal

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Meine Stadt: botanika in Bremen

 

Ostern in der botanika – das gehört in Bremen und “umzu” für Familien mit Kindern fast schon zum Pflichtprogramm. Azaleen und Rhododendren blühen bereits, in einem abgegrenzten Bereich sind Kaninchen, Osterlämmer und frisch geschlüpfte Küken zu sehen. Im Eingangsbereich entscheiden sich die Besucher, ob sie gleich zur Sonderausstellung durchgehen oder ob sie die längere Entdeckertour wählen.

Die Entdeckertour führt zunächst durch eine Welt heimischer und asiatischer Pflanzen Weiterlesen

Schnaps, Kohlrabiblätter und das absurde Rechtsempfinden im Supermarkt

Eben im Supermarkt: Ich stehe an der Kasse, vor mir eine 18-Jährige und ihr 17-jähriger Freund. Woher ich das weiß? Die beiden kaufen zwei Flaschen Korn. Die junge Frau erzählt der Kassiererin freimütig, dass sie die Flaschen für ihren Freund kaufe, weil der ja erst siebzehn sei. Die Kassiererin erklärt ihr, dass sie das eigentlich gar nicht wissen dürfe. Ein anderer Kunde gibt zu bedenken: „Aber wir haben das jetzt alle gehört.“ Das macht aber nichts, schließlich kennt die Kassiererin die Eltern der beiden. Und die sind doch gewiss dabei. Ich schaue mich um, weit und breit keine Eltern zu sehen. Oder meint sie: beim Flaschenleeren? Dann erklärt sie der jungen Dame noch einmal, dass sie ihr bitte beim nächsten Mal nicht sagen solle, dass sie die Flaschen für ihren minderjährigen Freund kaufe, da sie ihr sonst keinen Alkohol verkaufen dürfe. Hat sie verstanden. Abkassiert und gut.

Nun bin ich an der Reihe. Weiterlesen