Kategorie-Archiv: Meinungsverschiedenheiten

„Warum funktioniert der Computer wieder nicht?“

Über den gleichnamigen satirischen Ratgeber von Gerda Greschke-Begemann und Peter Greschke

Ist das Internet ein böser Hort voller Verbrecher, die nur darauf warten, uns abzuzocken? Oder bietet es jungen Wissenschaftlern auf nie gekannte Weise die Möglichkeit, sich zu vernetzen und gemeinsam an einer besseren Zukunft zu arbeiten? Ist der PC manchmal eigenwillig und bockig oder ist es immer der Mensch vor dem Computer, der ihn zum Abstürzen bringt? Mit diesen und vielen weiteren Fragen befasst sich der satirisch-humorvolle Ratgeber in Sachen „digitale Generationenkonflikte“, den die Autorin Gerda Greschke-Begemann (geb. 1952) und ihr Sohn, der promovierte Ingenieur Peter Greschke (geb. 1986), gemeinsam verfasst haben.

In 38 kurzen Kapiteln geben die beiden Einblick in ihren ewigen Streitpunkt: Gerdas Computer funktioniert mal wieder nicht. Meint die Mutter. Aber es läuft doch alles, antwortet der Sohn. Und wenn es dann doch nicht funzt? Dann ist natürlich die Mutter schuld, die sich penetrant weigert, zu erkennen, dass es eigentlich ganz einfach sein könnte, den PC und seine Funktionsweise zu verstehen – wenn man sich nicht wie Gerda auf den Standpunkt „Ich kann das aber nicht“ zurückziehen würde.

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„Sind Computer die besseren Menschen? Ein Streitgespräch“ zwischen Joseph Weizenbaum und Klaus Haefner.

Können Computer, kann künstliche Intelligenz wirklich etwas Neues hervorbringen? Oder bedeutet das Lernen von Maschinen einfach nur, dass neue Daten auf der Grundlage konservierten Wissens entstehen? Wie unterscheidet sich menschliches Schaffen von der maschinellen Datengenerierung? Entstehen Sinn und Wert eines Kunstwerkes aus dessen Produktion oder aus dem Resultat? Gibt es überhaupt Vergleichspunkte zwischen Mensch und Computer, zwischen ihren Formen von Intelligenz und ihrer Befähigung zur Erfahrung?

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Liveschalte zum Attentat

  • Über die bigotte Berichterstattung öffentlich-rechtlicher Medien

Als in der Türkei geputscht wurde, gab es in den öffentlich-rechtlichen Sendern zunächst kaum eine Reaktion. Während überall auf der Welt live berichtet wurde, konnte man hier gemütlich Musik hören oder den üblichen Serienquatsch anschauen, der einem Abend für Abend von unseren Sendern mit öffentlichem Auftrag so dargeboten wird.

Daran gab es viel Kritik und vielleicht wollte die ARD es gestern besser machen. Während des Attentats in München wurde stundenlang live gesendet. Zutage kam dabei kein Hintergrundwissen, wie auch, zu diesem frühen Zeitpunkt. Zutage kam dagegen, wie bigott diese Medien berichten, die Besonnenheit predigen und gleichzeitig Verdachtsmomente in die Welt setzen oder das Unheil herbeireden. Schön skandiert von Aussagen wie: Nichts Genaues weiß man nicht.

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Fortschritt oder mobiler Griff ins Klo? M-WC in Barcelona 2016

Die Menge tobt, es lebe der Fortschritt. Irgendjemand setzt sich eine dieser Brillen auf, mit denen man sich nicht nur zum Idioten macht, sondern auch noch wie einer aussieht. Und was geschieht? O Wunder, es ist eine Erwähnung in der Tagesschau wert: „Wenn ich mit dem Kopf nach oben gehe, sehe ich wirklich, was über mir ist. Oder nach unten, nach links, nach rechts, hinter mir!”

Das ist mir im echten (ach nee, das darf man ja so nicht abgrenzen), also im unvermittelt erlebten Raum ja noch nie passiert! Aber noch besser ist natürlich: „Jede Kopfbewegung wird wahrgenommen.“

Klar, und nicht nur die. Und nicht nur von dir.

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