Archiv für den Autor: SabWahl

Fachkräftemangel in Bremen

Imageproblem einer Stadt oder Folge der Unternehmenskommunikation?

Über die Bedeutung von Stellenanzeigen für die rasche Besetzung vakanter Stellen

Januar 2018: Bremer Unternehmen beklagen öffentlich, dass sie keine Fachkräfte finden. Begründung: Das Image der Stadt sei zu negativ, insbesondere das Bildungssystem schrecke viele Bewerber mit Kindern ab, nach Bremen zu ziehen. Eine Imagekampagne müsse her, damit Bremer Unternehmen ihre Stellen wieder besetzen könnten.

Als Texterin, die regelmäßig Stellenanzeigen formuliert, bin ich mit dem Problem vieler Unternehmen, Fachkräfte zu finden, durchaus vertraut. Skeptisch werden ließ mich jedoch die Begründung, das Image der Stadt sei an den ausbleibenden Bewerbungen oder am mäßigen Interesse schuld. Zumal nicht alle Bremer Unternehmen diese Ansicht teilen.

Meine berufliche Neugierde hat mich veranlasst, mir Ausschreibungen von Bremer Unternehmen, die der eigenen Aussage nach verzweifelt Fachkräfte suchen, genauer anzuschauen. In diesem Beitrag schildere ich:

  1. Welche typischen Fehler ich in Stellenausschreibungen Bremer Unternehmen gefunden habe und
  2. was Unternehmen besser machen können, um mehr qualifizierte Bewerber für ihre Ausschreibungen zu interessieren. Weiterlesen

Über Ordnungssysteme und das Chaos in der alleralleruntersten Schublade

Je älter ich werde, desto mehr Ordnungssysteme benötige ich. Wenn ich einen Raum betrete, in dem alles ungeordnet in der Gegend herumsteht, fühle ich mich unwohl. Vor allem, wenn es einer meiner Räume ist – zu Gast bei anderen kann mich ein solches Chaos durchaus begeistern. Es gibt dann so viel zu gucken und man findet immer etwas, über das man sprechen kann. Über nützliche Gebrauchsgegenstände, hübsche Dekoartikel, über Erinnerungen.

Mit dem Alter wächst der Wunsch nach einer eigenen Ordnung

Zu Hause aber wünsche ich Ordnung, alles soll seinen Platz haben, den natürlich ich bestimme. Ich ertrage es nicht, wenn mein Blick ständig von irgendwelchen herumliegenden Dingen abgelenkt wird. Deshalb kommt in jedem Jahr ein Schrank, ein Regal, eine Kommode oder auch nur eine Kunststoffkiste hinzu, die man unter dem Bett verstecken kann. Sogar in den Schränken und Schubladen muss mittlerweile Ordnung herrschen. Manchmal ertappe ich mich deshalb tatsächlich dabei, dass ich vor einer Schublade sitze und ihren Inhalt neu sortiere.

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Liveschalte zum Attentat

  • Über die bigotte Berichterstattung öffentlich-rechtlicher Medien

Als in der Türkei geputscht wurde, gab es in den öffentlich-rechtlichen Sendern zunächst kaum eine Reaktion. Während überall auf der Welt live berichtet wurde, konnte man hier gemütlich Musik hören oder den üblichen Serienquatsch anschauen, der einem Abend für Abend von unseren Sendern mit öffentlichem Auftrag so dargeboten wird.

Daran gab es viel Kritik und vielleicht wollte die ARD es gestern besser machen. Während des Attentats in München wurde stundenlang live gesendet. Zutage kam dabei kein Hintergrundwissen, wie auch, zu diesem frühen Zeitpunkt. Zutage kam dagegen, wie bigott diese Medien berichten, die Besonnenheit predigen und gleichzeitig Verdachtsmomente in die Welt setzen oder das Unheil herbeireden. Schön skandiert von Aussagen wie: Nichts Genaues weiß man nicht.

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Fortschritt oder mobiler Griff ins Klo? M-WC in Barcelona 2016

Die Menge tobt, es lebe der Fortschritt. Irgendjemand setzt sich eine dieser Brillen auf, mit denen man sich nicht nur zum Idioten macht, sondern auch noch wie einer aussieht. Und was geschieht? O Wunder, es ist eine Erwähnung in der Tagesschau wert: „Wenn ich mit dem Kopf nach oben gehe, sehe ich wirklich, was über mir ist. Oder nach unten, nach links, nach rechts, hinter mir!”

Das ist mir im echten (ach nee, das darf man ja so nicht abgrenzen), also im unvermittelt erlebten Raum ja noch nie passiert! Aber noch besser ist natürlich: „Jede Kopfbewegung wird wahrgenommen.“

Klar, und nicht nur die. Und nicht nur von dir.

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Unerwünschte Adware entfernen

Browser Security ist eines dieser ungeliebten Programme, die sich beim Installieren von Freeware aus dem Netz gern mal mit entpacken. Ein einfaches Deinstallieren reicht nicht aus, um die Adware wieder loszuwerden. Wie man sie von einem Windows-Rechner löschen kann, ohne ein weiteres Programm herunterladen zu müssen, habe ich gestern gelernt und ich gebe diese Info hier gern weiter.

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Gern oder gerne?

Zunächst einmal: Mir ist es schnurz, ob jemand gern oder gerne schreibt oder spricht. Hauptsache, er,sie, es folgt der eigenen Leidenschaft! Und auch die anerkannten Autoritäten sind sich einig: Ein Unterschied ist nicht feststellbar. Trotzdem hat mich die Frage, ob es eine Regel gibt, nach der gern und gerne zu unterscheiden sind, nicht losgelassen. Eine Regel gefunden habe ich nicht – wohl aber Aspekte, die zu einer Unterscheidung führen. Gern stelle ich diese hier zur Diskussion.

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Wo bekommt man E-Books auf Deutsch?

Neue Formate und Geräte tragen dazu bei, dass der Download immer rascher, das Lesen immer komfortabler wird. E-Books erobern die Herzen auch der deutschsprachigen Leser, doch sind Publikationen in deutscher Sprache noch dünn gesät oder nur schwer auffindbar. Wo findet man deutschsprachige Veröffentlichungen? Welche weiteren Möglichkeiten bestehen neben dem Kauf, um an deutschsprachige E-Books zu gelangen? Der folgende Artikel gibt einen ersten Überblick.

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Musikalische Früherziehung und all das andere Zeugs: Überforderung oder Förderung?

Eltern haben es schwer. Auf der einen Seite sollen sie für eine rechtzeitige Förderung ihrer Kinder sorgen. Sollen Talente entdecken, Anlagen nicht verkümmern lassen. Auf der anderen Seite werden sie häufig verdächtigt, ihre Kinder durch ehrgeizige Förderambitionen zu überfordern. Dass aber frühe Förderung nicht mit Überforderung einhergehen muss, ist eigentlich eine Binsenweisheit. Der folgende Beitrag zeigt, worauf Eltern achten sollten.

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